Jugendpolitische Forderungen

Zur Kommunalwahl 2014 fordert der BDKJ Stadtverand folgendes:

Der BDKJ ist der Dachverband aller katholischen Jugendverbände in der Stadt Köln. Bei uns sind über 10.000 Kinder und Jugendliche und über 1.400 ehrenamtliche Leiterinnen und Leiter aktiv. Wir sind die Interessensvertretung für Kinder und Jugendliche in Kirche, Gesellschaft und Politik.

 

Wir treten ein für eine Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung, die sich am Menschen orientiert:

  • Der Mensch ist mit einer unantastbaren Würde ausgestattet, da er Ebenbild Gottes ist.
  • Der Mensch ist soziales Wesen und zu Freiheit und Verantwortung berufen.
  • Gemeinwohl dient der Wahrung der Menschenwürde.
  • Solidarität ist eine Voraussetzung menschlichen Zusammenlebens.


Aus den Sozialprinzipien Personalität, Solidarität, Gemeinwohl und Subsidiarität leiten wir kommunalpolitische Leitlinien für die Interessen der Kinder und Jugendlichen in der Stadt Köln ab:

 

Der BDKJ Köln möchte eine kinder- und jugendfreundliche Stadt Köln. Wir wollen Jugendliche stärker am Geschehen in dieser Stadt teilhaben lassen. Kinder und Jugendliche sollen in die Stadtplanung einbezogen werden. Dazu gehören eine moderne dezentrale Verwaltung und E-Government. Für Jugendliche soll ein spezielles Team mit Ansprechpartnern eingerichtet werden. Dieses Team soll auch Ansprechpartner für Schulen sein um z.B. Projekttage und Politikunterricht zu begleiten und Abläufe der Kommunalpolitik vorzustellen. Jugendlichen sollen zur Mitwirkung vor Ort ermutigt werden. Anregungen wie z.B. Rad-Ampelschaltungen, Sanierungsbedarf auf Spielplätzen, Öffnungszeiten von Jugendzentren, Probleme mit der KVB können so jugendgerecht aufgenommen und bearbeitet werden .Wichtig ist uns eine funktionierende Schullandschaft. Dazu können Schul-Kooperationen mit lokalen Vereinen, Unternehmen, Institutionen und Verbänden beitragen. Außerdem wollen wir attraktive Mensen mit guten Produkten. Wo es möglich ist, sollen die Produkte regional, fair und bio sein.

 

Der BDKJ Köln steht für eine kommunale Sozialpolitik. Kern einer funktionierenden Sozialpolitik ist die Hilfe zur Selbsthilfe. Besonders jungen Menschen, deren Lebensläufe auf den ersten Blick nicht perfekt erscheinen, müssen Perspektiven aufgezeigt werden ihren Weg selbstbestimmt zu gehen. Wichtig ist die Unterstützung der ehrenamtlichen Vereinsarbeit und ausreichend frei bespielbare Spiel- und Sportstätten. Das Netzwerk der sozialen Träger in Köln soll erhalten bleiben. Die Zuschüsse sollen in Zusammenarbeit mit den Trägern geplant werden und nicht pauschal und einseitig gekürzt werden. Das Vorgehen der Stadt gegen die Caritas ist ein Beispiel schlechter Sozialpolitik in dieser Stadt. Der BDKJ wünscht sich von der Politik den besonderen Schutz des Sonntags zu berücksichtigen.

 

Die Stadt braucht Wohnraum für Auszubildende, Studenten und junge Familien. Kinderreichen Familien und Alleinerziehenden müssen preisgünstige Grundstücke bzw. große Wohnungen angeboten werden. Wir wollen mehr Einfamilienhausgrundstücke, Mehrgenerationenhäuser und gemeinschaftliches Bauen. Es muss hierbei auch klar sein, dass es eine Sozialpflicht von Eigentum gibt.

 

Wir setzen uns für eine ökonomisch, ökologisch und sozial nachhaltige Politik ein. Der Umgang mit öffentlichen Gütern und mit unserer Umwelt muss der nächsten Generation gerecht werden. Die Bewahrung der Schöpfung ist eine wichtige kommunalpolitische Querschnittsaufgabe. Ziel muss z.B. eine gute und umweltfreundliche Verkehrsinfrastruktur sein. Lange Staus und marode Brücken gefährden Arbeitsplätze und die Umwelt gleichermaßen. Insbesondere muss das Radwegenetz weiter ausgebaut werden.

 

Ebenso wichtig ist uns eine nachhaltige Finanzpolitik der Stadt. Verlorenes Augenmaß und ausufernde Neuverschuldung gehen zu Lasten der Kinder und Jugendlichen in der Stadt Köln und schränken Handlungsspielräume kommender Generationen ein. Wir wollen, dass die Stadt weniger in Prestigeobjekte und Monumentalbauten und mehr in die Menschen Kölns investiert.

 

Kurz und knapp. Wir wollen:

  • mehr Teilhabe für Kinder und Jugendliche
  • dezentrale Verwaltung und E-Government
  • Schul-Kooperationen mit lokalen Vereinen und Verbänden
  • attraktive Mensen mit guten Produkten
  • Unterstützung der ehrenamtlichen Vereinsarbeit
  • keine pauschalen und einseitigen Kürzungen im Sozialbereich
  • Wohnraum für Auszubildende, Studenten und junge Familien
  • gute und umweltfreundliche Verkehrsinfrastruktur
  • Radwegenetz ausbauen
  • nachhaltige Finanzpolitik

Zurück